Handschrift wird immer schlechter

von Marius Hucker

James Wilson

Es sind schwierige Zeiten für die Handschrift: Länder wie die Schweiz oder Finnland überlegen, die Schreibschrift abzuschaffen und der Deutsche Lehrerverband veröffentlichte im März diesen Jahres eine Studie mit besorgniserregendem Ergebnis.

 

2000 Lehrer wurden zur Handschrift ihrer Schüler befragt: 79 Prozent gaben an, dass diese sich in den vergangenen Jahren verschlechtert habe, viele Schüler könnten kaum noch länger als 30 Minuten beschwerdefrei einen Stift führen.

 

Durch diese Entwicklungen sind wir, die INITIATIVE SCHREIBEN, angespornt, uns auch weiterhin für die Förderung der Schreibkompetenz stark zu machen. Die Gründe für den Verlust dieser Fähigkeit werden durch die Umfrage abermals bestätigt. Lehrer machen die fortschreitende Digitalisierung der Kommunikation und schlechte Feinmotorik verantwortlich. Lehrerpräsident Josef Kraus fordert die Schulpolitik auf, das Handschreiben verstärkt in den Blick zu nehmen. Und stößt damit zumindest bei der Präsidentin der Kultusministerkonferenz Brundhild Kurth auf offene Ohren: Kurth betont, dass Handgeschriebenes Ausdruck der Persönlichkeit sei und das strukturierte Denken fördere.

 

Wir sehen uns durch die Studie in unserem Ziel bestätigt: dem Thema Schreiben und Handschrift in Öffentlichkeit und Politik mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

 

Einen ausführlicheren Artikel über die Studie gibt es hier:

http://www.t-online.de/eltern/schulkind/id_73497398/schreibschrift-schueler-in-deutschland-schreiben-immer-schlechter.html

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