Tagebuch Schreiben ist einfacher als Du denkst

von Kerstin Karres

Ein How-To-Guide für alle, die mit dem Tagebuch Schreiben anfangen möchten

Tagebuch Schreiben
Tagebuch Schreiben mach Deinen Alltag intensiver - probier's aus!

Am 12.Juni ist der Tag des Tagebuches. Wenn Du schon immer ein Tagebuch führen wolltest, aber nicht genau wusstest, wie man damit anfängt, haben wir hier ein paar Tipps und Tricks wie man ganz einfach einsteigen kann.

Zuerst solltest du dir über den Zweck deines Tagebuches Gedanken machen. Dieses ist nur für Dich und muss keine Erwartungen Anderer erfüllen. Es dient dem kreativen Ausdruck deiner Gedanken und Gefühle und kann später eine schöne und spannende Erinnerung sein.

Es gibt viele verschiedene Arten ein Tagebuch zu führen. Du kannst dir ein klassisches Notizbuch mit einem Schloss kaufen, einen Block benutzen und diesen selbst mit Bildern, Stickern, etc. verzieren, Deinen Terminkalender als Tagebuch verwenden oder aber auch Einträge auf losen Blättern verfassen und diese dann an einem Ort zusammen aufbewahren. Dies sind die handschriftlichen Varianten – natürlich ist es auch möglich ein elektronisches Tagebuch in einem Dokument zu führen oder sogar einen öffentlichen oder privaten Tagebuch-Blog zu betreiben, hierbei ist es jedoch oft wichtig sich zuerst von Hand Notizen zu machen und diese dann anschließend abzutippen, da das handschriftliche Schreiben in der Regel kreativere Ergebnisse erzielt. Eine Verknüpfung des Handschriftlichen und des Elektronischen ist möglich, indem Du beschriebene Seiten einscannst oder getippte Seiten ausdruckst und dem Rest hinzufügst. So kann man auch die Art des Tagebuchführens nach einer gewissen Zeit ändern ohne neu anzufangen. Es bietet sich an verschiedene Arten auszuprobieren, um herauszufinden welche Methode am besten für Dich funktioniert.

Anschließend geht es mit Deinem ersten Eintrag los. Es empfiehlt sich sehr, hier immer das Datum anzugeben, um nachher alles besser nachvollziehen zu können. Die am häufigsten verbreitete Form eines Tagebucheintrags sind einfache Fließtexte, doch hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Man kann einen Eintrag auch in Form von Stichworten verfassen oder man kann Methoden wie MindMaps oder Cluster verwenden um eine Übersicht über die eigenen Gedanken zu bekommen. Eine weitere Idee ist es Listen zu erstellen, zum Beispiel eine Bucket List, oder die Fragenmethode zu verwenden – hierbei stellt man zuerst interessante Fragen auf, deren Beantwortung dann viel über uns und unsere Einstellungen und Gedanken aussagen kann. Weitere mögliche Einträge könnten aus Gedichten bestehen, aus Dialogen, aus Skizzen oder aus Fotos und Erinnerungsstücken wie Eintrittskarten, die wir in unser Tagebuch kleben. Außerdem ist es auch möglich in einem Eintrag über Dinge zu schreiben, die einen inspiriert oder berührt haben, dies können zum Beispiel Zitate, Bücher, Filme, etc. sein. Eine weit verbreitete Form des Tagebucheintrags ist die Briefform – dabei kann es sich ganz klassisch um „Liebes Tagebuch“ handeln, oder aber auch um einen Brief an wichtige Personen in unserem Leben, welcher nie abgeschickt wird. Durch das Niederschreiben können wir uns in gewissem Maße von den Gedanken befreien und vielleicht auch besser damit abschließen.

Wenn Du einfach nicht weißt, wie Du anfangen sollst, dann nimm etwas aus deinem Alltag. Dies kann eine ausgedrucktes Foto, eine Rechnung von einem Restaurantbesuch, ein Zug- oder Konzertticket oder alles andere sein, was dich an ein Erlebnis erinnert. Klebe es in dein Tagebuch und fang an darüber eine Geschichte zu erzählen. Oder aber du beginnst deinen Eintrag mit einem Zitat aus einem Buch, welches du gerade liest. Das Zitat hat dich zum Nachdenken angeregt und nun kannst du alle deine Gedanken dazu aufschreiben und Schlüsse über die Bedeutung für dein eigenes Leben ziehen. Nimm solche Bruchstücke der Wirklichkeit und erzähle dann was du darüber denkst und was sie für dich bedeuten.

Du kannst dein Tagebuch regelmäßig führen, zum Beispiel täglich oder wöchentlich. Ein Vorteil hiervon ist, dass du eine Art Fazit erstellen kannst über den Tag oder die Woche und reflektieren kannst, was geschehen ist, wie du dich gefühlt hast und was du gelernt hast. Vor allem am Anfang ist es gut, wenn Du dir die Gewohnheit des Tagebuch Schreibens erst einmal „antrainierst“, das heißt in regelmäßig festgelegten Abständen schreibst um eine Routine zu entwickeln. Später ist es aber auch gut einfach auf Dich selbst zu hören und ob Du in der Stimmung bist Tagebuch zu schreiben oder nicht, denn im Endeffekt tust Du dies ja für Dich selbst und es sollte nicht zu einer Pflicht werden. Denke daran, dass es nichts gibt, was Du falsch machen kannst, denn das Tagebuch dient dazu, den Ausdruck deiner Kreativität zu ermöglichen und dabei müssen keine formalen Richtlinien beachtet werden. 

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