Was eine Graphologin macht

von Katarina Rehm

Wie kam ich dazu:

Schon viele Jahre bin ich Lehrerin an einer Berufsschule und sah täglich viele Schriften. Die meisten konnte ich klar zuordnen: die stammt von Frau S., die von Kollegin G, die andere von Herrn H.       Auch die Schriften meiner Schüler, männlich und weiblich waren mir vertraut. Diese „Schriftstücke“ sprachen mich regelrecht an!

Mich interessierte, welch eine Persönlichkeit hinter diesen Menschen steckte und freute mich, dass ich mittels der Graphologie meine Kenntnisse darüber erweitern konnte. 

Einblick erhält man schnell – die Ausbildung dauert etwas länger!

 Glück hatte ich, dass eine gute Graphologin, Frau Renate Joos, damals noch in Stuttgart wohnte, sie nahm mich gerne als Schülerin und mit großer Begeisterung begannen die Jahre der Ausbildung. Wer darüber mehr wissen möchte, der frage mich. Seither habe ich zahlreiche „Schnupperkurse“, Workshops und Vorträge gehalten vor Schülern, Lehrern und anderen, bei denen ich einige „Basics“ vermittelt habe.

Wo ich Graphologie – vorwiegend - anwende:

Nach Abschluß der Ausbildung begann dann doch so etwas wie „Karriere“: Ich wurde Beratungslehrerin an der Schule, an der ich inzwischen unterrichtete. Hier konnte ich vielen helfen, ihre Neigungen/Berufs- und Schullaufbahnen zu entwickeln, ihre Lernblockaden zu lindern ...und, dadurch, dass ich ihr Wesen rasch erkannte, eine sehr verständnisvolle Gesprächspartnerin für viele Themen sein.

 Lehrer sollten viel mehr über Handschrift überhaupt und über die Schriftpsychologie im Speziellen wissen! Man sieht - als Kenner- wie es dem Schüler geht, und, was er/sie für ein „Typ“ ist.  Da gibt es den ganz Sanften, der jedoch derb und unerschrocken wirkt. Das zu wissen, ist sinnvoll! Man merkt, dass der „Träumer“ gar nicht anders kann!....So gibt es noch sehr Vieles, was für den Umgang mit Jugendlichen – und Menschen überhaupt, sehr nützlich ist. Man entwickelt ein besseres Verständnis für die Menschen, und kann deren Verhalten besser einordnen.

Wer Graphologen – auch häufig beauftragt:

Viele Firmen beschäftigen einen Graphologen um ihre Arbeitsplätze mit den für sie geeigneten Menschen zu besetzen. Das klingt vielleicht hart – doch für manche Arbeitsplätze muss man  z.B.eine enorme Ausdauer und Genauigkeit aufbringen. Wer das nicht hinbekommt, ist dort nicht zufrieden  - und die Firma auch nicht. Der Graphologe sieht das leicht – und hilft bei der Entscheidung. Damit ist beiden gedient: der Firma, die einen eher weniger geeigneten Bewerber für diese Poition gar nicht erst eine Zusage erteilt und dem Bewerber, der in dieser Position vermutlich nicht glücklich würde.

Manche Menschen merken im Laufe ihres Lebens, dass sie eigentlich etwas ganz anderes  viel lieber tun und gerne ihre berufliche Laufbahn ändern würden. Dafür ist ein Graphologe ein guter Gesprächspartner. Welche Eigenschaften benötige ich in dieser anderen, mir vorschwebenden Position? Durchsetzung und Teamfähigkeit auch Fantasie, Optimismus? Habe ich dies in ausreichendem Maße? Wo benötige ich Unterstützung, weil mir das – trotz aller Begeisterung für die Veränderung – gar nicht liegt?

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